Teststrategie

Sie haben in dieser Woche das Schreiben der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie zur Umsetzung der Teststrategie des Landes Berlin erhalten. Darin wurde bestätigt, wie bereits im Schreiben vom 08.04.2021 angekündigt, dass die verpflichtende Selbsttestung fester Bestandteil der Infektionsschutzmaßnahmen sein wird. Ich weiß, dass unter den Eltern sehr viel darüber diskutiert wurde und es auch viele Ängste hinsichtlich der Umsetzung gibt. Diese nehmen wir sehr ernst. Für das pädagogische Personal und mich gilt, dass die Vorgaben der Senatsverwaltung umzusetzen sind. Wir haben uns in den letzten Tagen sehr viel mit der Vorgehensweise in der Durchführung auseinandergesetzt. Es ist selbstverständlich ein Unterschied, ob die Kinder 6 oder 12 Jahre alt sind. Auch wir Pädagogen_innen müssen unsere Erfahrungen mit der neuen Situation machen. Sie können sich aber sicher sein, dass wir sensibel mit den unterschiedlichen Schülergruppen umgehen.

Wir werden am Montag, den 19.04.2021 mit der Selbsttestung beginnen. Sollten einige Schülerinnen und Schüler nicht in der Lage sein, unter Anleitung die selbstständige Testung durchzuführen oder Sie als Eltern zu dieser Überzeugung gelangt sein, werden wir den Kindern einen Selbsttest und ein Anschreiben der Schule mitgeben, damit Sie zuhause den Test mit Ihrem Kind durchführen können und uns dann das Testergebnis mitteilen.

Beachten Sie bitte, dass Kinder ohne ein negatives Testergebnis vom Präsenzunterricht ausgeschlossen sind. Sie werden dann im SaLzH unterrichtet.

Liebe Eltern, die Inzidenzzahlen steigen wieder. In MV wurde für die nächste Woche wieder ein harter Lockdown mit Schulschließungen angeordnet. Ich bitte Sie, die verpflichtenden Selbsttestungen der Kinder zu unterstützen, um eine erneute Schulschließung zu verhindern. Eine Schule herunterzufahren, geht verhältnismäßig schnell, einen Schulbetrieb wieder hochzufahren, kostet viel Kraft. Wir alle wünschen uns einen normalen Schulbetrieb. Lassen Sie uns weiterhin gemeinsam gut durch diese Krise gehen.

Iris Pakulat

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9 Kommentare

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  1. Hallo Frau Pakulat,

    die Senatsverwaltung hat in ihrem gestrigen Schreiben explizit ausgeschlossen, dass Selbsttestung zu Hause und eine Mitteilung des Testergebnisses möglich sei.

    Eine Teilnahme am Präsenzunterricht ist nur möglich, wenn ein negatives Testergebnisse entweder bei einem beaufsichtigten Test in der Schule oder bei einer anerkannten Teststelle erzielt wird.

    Die Senatsverwaltung hat dies nicht ohne Grund festgelegt, denn nur so ist auch sichergestellt, dass ein verlässliches, negatives Testergebnis vorliegt.

    Von diesem Testergebniss kann die Gesundheit einer ganzen Schulklasse abhängen. Die Kinder wiegen sich in Sicherheit und dann ist doch Kind dabei, dass sein negatives Testergebnis sonstwoher hat und Kinder und LehrerInnen ansteckt.

    Bitte folgen Sie den Anweisungen der Senatsverwaltung und lassen Sie die Schule wenigsten ein klein wenig sicherer werden.

    Vielen Dank!
    Kay L.

    • Andreas S. auf 16. April 2021 bei 20:22
    • Antworten

    Sehr geehrte Frau Pakulat,
    sehr geehrter Herr Kay L.,

    erst einmal Danke an die Schulleitung, dass nun endlich eine Umsetzung der Senatsvorgaben für die Ulmengrundschule bekannt gegeben wurde.

    Nun zu den Falschaussagen von Herrn Kay L. Ich sehe mich leider gezwungen, dies hier klar zustellen:

    1. Ganz im Gegenteil! Der Senat lässt eine Selbsttestung zu Hause sogar explizit zu. Hier der Wortlaut aus dem vorliegenden Senatsschreiben:
    Seite 4 – 1. Absatz: „Ausnahmeregelung für Schülerinnen und Schüler, denen eine eigenständige Testdurchführung nicht möglich ist: …“ (Anmerkung meinerseits – man denke hier nur an die Kinder der ersten & zweiten Klassen)
    „… Sollten Eltern/Erziehungsberechtigte die Testung zuhause vornehmen wollen, muss der Schule eine Bescheinigung zum Testergebnis vorgelegt werden ….“

    2. Wenn Sie tatsächlich soviel Wert auf die Sicherheit Aller legen, ist es gerade sehr sinnvoll, den Test bereits zu Hause durchzuführen, um zu verhindern, dass ein infektiöses Kind überhaupt erst in die Schule kommt. Ich denke, wir können unserer Elternschaft genügend Vertrauen entgegenbringen, dass die Tests zu Hause tatsächlich durchgeführt werden und sollten in jedem Fall vermeiden, alle Eltern unter Generalverdacht zu stellen.

    Die aktuelle Regelung erlaubt somit ein sehr flexibles Vorgehen, was den verschiedenen Ansprüchen der Kinder und Eltern gerecht wird.

    Mit besten Grüßen,
    Andreas S.

  2. Im Folgenden zwei Auszüge aus den Regelungen des Senats zur Testpflicht, Quelle: https://www.berlin.de/sen/bjf/corona/tests/#1)

    Die Selbsttests erhalten die Schülerinnen und Schüler von ihrer Schule. Ab dem 19. April 2021 werden sie verpflichtend zwei Mal pro Woche vor Ort in der Schule getestet, um die Inanspruchnahme und die Verlässlichkeit der Tests sicherzustellen. Die Testpflicht gilt für den Besuch des Präsenzunterrichts und soll bei guter Belüftung in den Klassen oder je nach schulorganisatorischen Möglichkeiten auch in anderen Bereichen erfolgen. Die Testung zu Hause ist dann nicht mehr möglich.

    Für Schülerinnen und Schüler, die aufgrund körperlicher oder geistiger Beeinträchtigungen nicht in der Lage sind, die Testung selbst durchzuführen, greift die Härtefall-Regelung: Die Eltern / Erziehungsberechtigte übernehmen nach Absprache mit der Schulleitung die häusliche Testung vor. Eine Bescheinigung über das negative Testergebnis ist der Schule vorzulegen.
    Für Schülerinnen und Schülern, die auf Grund körperlicher oder geistiger Beeinträchtigungen keine Testung an sich durchführen lassen, entscheidet die Schulleitung gemeinsam mit den Eltern / Erziehungsberechtigten über die Art der Beschulung.

    Info zu Long-COVID bei Kindern, z.B. hier:
    https://www.uniklinikum-jena.de/Uniklinikum+Jena/Aktuelles/Pressemitteilungen/Auch+Kinder+leiden+an+Long_COVID-pos-0-p-25556.html

    • Familie H. auf 18. April 2021 bei 18:23
    • Antworten

    Sehr geehrte Frau Pakulat,

    mit Bedauern mussten wir feststellen, dass für den Besuch der Schule kein durch unabhängige Dritte bestätigtes, negatives Schnelltestresultat notwendig sein soll. Das Schreiben der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie vom 14.04.2021 erlaubt eine solche Ausnahme von der Testpflicht in der Schule jedoch nur bei Kindern, denen eine eigenständige Testdurchführung nicht möglich ist. Im veröffentlichten FAQ (https://www.berlin.de/sen/bjf/corona/tests/#schultest) werden hierbei lediglich Kinder verstanden, denen die eigenständige Testdurchführung aufgrund körperlicher oder geistiger Beeinträchtigungen nicht möglich ist. Sollten Eltern trotzdem der Meinung sein, dass ihr Kind sich nicht selbst testen soll, besteht alternativ die Möglichkeit sich in einem Testzentrum kostenlos testen zu lassen und hierüber eine Bescheinigung zu erhalten.

    Sollte kein Test in der Schule durchgeführt werden und auch kein alternatives Testergebnis vorliegen, kann eine Beschulung im Präsenzunterricht nicht erfolgen. Hierzu auch der Wortlaut des Schreibens vom 14.04.2021:
    „Wenn Schülerinnen und Schüler nicht an den Selbsttests in der Schule teilnehmen sollen und auch kein alternatives negatives Testergebnis vorlegen können, das den Anforderungen der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung entspricht, müssen die Eltern bzw. Erziehungsberechtigten oder die Schülerinnen und Schüler dies der Schule mitteilen. Ein Schulbesuch der Schülerinnen und Schüler ist dann nicht möglich.“

    Die Regelung der Ulmen-Grundschule in der angedachten Form stellt nicht sicher, dass alle Kinder negativ getestet worden sind. Im Ergebnis besteht somit kein Unterschied zu der Regelung in der letzten Woche (KW 15).

    Mit freundlichen Grüßen
    Familie H.

      • Familie W. auf 18. April 2021 bei 21:25
      • Antworten

      Sehr geehrte Frau Pakulat,

      dem Schreiben von Familie H. ist nichts hinzuzufügen. Wir hoffen sehr, dass das Prozedere gemäß den Festlegungen des Berliner Senats korrigiert wird.

      Mit freundlichen Grüßen
      Familie W.

  3. Sehr geehrte Frau Pakulat, sehr geehrte Eltern,

    Eine explizite Testpflicht für ERWACHSENE Mitarbeiter will die Bundesregierung nicht vorschreiben, weil es dabei um Körperverletzung ginge, die beim erzwungenen Abstrich nötig würde.

    Für die Kinder trifft das mit Vorgabe der Senats Anordnung nicht zu?! Haben unsere Kinder kein Recht auf körperliche Unversehrtheit, Schutz der Privatsphäre und Würde?

    Laut Beipackzettel des Roche Test mit der REF No 9901, ist von einer Risiko- und Gefährdung in der Handhabung durch Chemikalien auszugehen. Der besonders besorgniserregende Stoff; Octyl-/Nonylphenolethoxylate, kann Schädigungen in Kontakt mit der Nasenschleimhaut herbeiführen.
    Das heißt, es handelt sich hier offensichtlich um Gefahrenstoffe, deren Verwendung signifikante Gefahren für die Gesundheit bedeuten.
    Wird hier tatsächlich die Testung befürwortet, gefordert und unterstützt, obwohl dieser Roche Test nur für Personen mit Covid 19 Symptomen validiert und zugelassen ist?
    In der Vergangenheit und auch aktuell wird von den Falsch-Inzidenz-Ergebnissen berichtet, die massive Mehrtestung trägt ohne Korrektur zur Zählung bei.
    Kinder sind Schutzbedürftig. Wer verantwortet diese Risiken?

    Mit freundlichen Grüßen
    Fam.G.

    • Familie W. auf 19. April 2021 bei 8:53
    • Antworten

    Die Anwendung des Roche-Tests für Kinder ist sicher und zugelassen, wie folgt. Die Ausbreitung von COVID kann bei Kindern zu Long-COVID führen, auch bei zunächst asymptomatischem Verlauf. Es gilt eine Testpflicht, um den Schulbetrieb aufrechterhalten zu können.

    https://www.roche.de/diagnostik-produkte/produktkatalog/tests-parameter/sars-cov-2-rapid-antigen-test-schulen/

    – Zugelassen zur Selbstanwendung (erfordert Sicherheits- und Leistungsnachweis, streng durch Zulassungsbehörden kontrolliert)
    – Infektiöse SchülerInnen erkennen und Infektionsketten unterbrechen
    – Einfache Handhabung – auch durch SchülerInnen
    – Einfache und angenehme Anwendung durch Nasen-Abstrich

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Nonylphenolethoxylate
    Im Jahr 1984 wurde entdeckt, dass Nonylphenolethoxylate in Kläranlagen zu 4-n-Nonylphenolen, welche auf viele Organismen toxisch wirken, abgebaut werden und bedeutende Mengen davon in die Gewässer gelangen.
    – Reste in Textilprodukten nachgewiesen
    – Für Verbraucher haben die untersuchten Artikel keine unmittelbar gesundheitsschädigende Auswirkung.
    – Fazit: Entsorgung im Müll ist hier wichtig, daher der Sicherheitshinweis

  4. Folgendes in Bezug auf die Rückmeldung von Familie W. am 19.4.21.

    Über den angegebene Link http://www.roche.de/diagnostik-…….. ist nicht erkennbar, dass der Test in sich und in der Durchführung, sicher ist. Richtig ist, der beworbene Test auf der Homepage, wird als zugelassene Selbsttestanwendung beschrieben. Ob der Test für die Selbstdurchführung von Kindern geeignet und ungefährlich ist, bleibt unklar. Im Gegenteil, die Packungsbeilage zum Download entspricht nicht einmal dem zur Verfügung gestellten Test der Schule. Die Packungsbeilage ist dem Test mit der REF No. 09417125702 zuzuordnen.
    Tests die in unserer Schule angewendet werden entsprechen der REF No. 9901-NCOV-01G .
    Laut dieser Packungsbeilage ist schon unter dem Anwendungszweck angemerkt, dass diese Produkte ausschließlich für den professionellen Gebrauch im Labor und am Point-of-Care vorgesehen sind.
    Beim Umgang mit den Packungsreagenzien wird das Tragen von Schutzausrüstung wie Handschuhe und Laborkittel angeraten. Ist das Gewährleistet?
    Auch der Punkt Entsorgung, ist nicht mit dem Hausmüll abgetan.
    Das Thema Testung mit asymptomatischen Menschen bleibt nach wie vor fragwürdig.

    Im Folgenden Link sind zum Thema Long Covid und Spätfolgen bisher keine Daten vorhanden.
    https://www.deutschlandfunk.de/long-covid-keine-daten-ueber-menschen-mit-spaetfolgen-einer.1939.de.html?drn:news_id=1247680

    Die bestehenden und erweiterten Maßnahmen führen zunehmend zur Gefährdung des seelischen, körperlichen und geistigen Wohls der Kinder, hiervon ist schon längst die Rede.

    Prof. Dr. Werner Bergholz erstellte eine Gefährdungsanalyse bei der Durchführung von Covid-19-Schnelltests durch Laien.

    Mit freundlichen Grüßen
    Fam.G.

    • Familie W. auf 21. April 2021 bei 9:56
    • Antworten

    Pandemieeindämmung an Schulen geht nur mit Vertrauen in Wissenschaft/Medizin/Medizinproduktegesetze (Zulassung der Laientests), Kompetenz der Kinder/Lehrer und Regularien, die sicherstellen, dass nur negativ getestete Kinder in der Schule präsent sind. Die Alternative heißt sonst vielleicht wieder Homeschooling.

    Und doch, Studien zu Long-COVID liegen vor, insbesondere aus GB.
    https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/longcovid-101.html

    Von daher: Toll, wie die Kinder die Tests meistern!

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