Okt 06

Die Kübel sind voll

Natürlich meine ich die Essenkübel für das Schulessen, welches von den Kindern in großen Mengen weggeworfen wird.

Nachdem am vergangenen Mittwoch zur GEV auch über unser Schulessen und die Probleme mit der zu kleinen Mensa gesprochen wurde, habe ich mich heute vor Ort informiert. Dabei ging es mir nicht um die fehlenden Kapazitäten, sondern um die Kritik an der Qualität des Essens. Sicherlich hören Sie auch oft von Ihrem Kind: „Es hat nicht geschmeckt.“ Ich möchte Ihnen dazu sagen, dass unsere Küchenfrauen sehr nett mit den Kindern umgehen und versuchen, den Kindern auch einen „Kosteklex“ auf den Teller zu geben, wenn sie sich nur trockene Kartoffeln, Nudeln oder Reis geben lassen möchten. Um es noch einmal genauer zu benennen, die Kinder lassen sich nicht alles auf den Teller legen, was im Angebot ist. Und nur vom Anschauen kann man nicht einschätzen, wie etwas geschmeckt hat. Da geben Sie mir sicherlich recht. Nun habe ich mich heute neben den Restekübel gestellt und mir angeschaut, was die Kinder entsorgen. Nur jedes dritte Kind brachte einen leeren Teller zur Geschirrrückgabe. Die anderen Kinder haben viel bis sehr viel in den Kübel entsorgt. Ich habe sehr oft gesehen, dass Produkte nicht angerührt wurden. Die Kinder wurden dazu von mir befragt, warum sie nicht einmal gekostet haben. Meist bekam ich keine Antwort.

Liebe Eltern, ich nehme Ihre Hinweise, die Sie uns zu unserer Schule geben, sehr ernst. In diesem Fall muss ich Ihnen sagen, dass Sie mit Ihren Kindern zuhause darüber sprechen müssen, dass die Kinder das Essen auch probieren. Das Gemüse wird hier in der Schule frisch zubereitet und ist wirklich lecker. Ich habe es selber oft gekostet. Die Kinder entsorgen es trotzdem. Am Ende des Tages sind drei große Kübel voll mit Essenresten. Diese werden auch nicht mehr, wie früher, als Tierfutter verwendet. Es wird vollständig entsorgt. Das ist in vielerlei Hinsicht schade. Die Küchenfrauen sind offen für Kritik und bemühen sich wirklich nachhaltig, die Essensituation an unserer Schule, trotz widriger Bedingungen, zu verbessern. Sie dürfen sich gern jederzeit davon persönlich überzeugen.

Herr Dr. Buge wurde wieder zum Gesamtelternsprecher gewählt, Herr Schöneberg ist sein Stellvertreter. In der Schulkonferenz arbeiten Frau Winter, Frau Henschel, Frau Passek und Frau Janke mit, die Gesamtkonferenz wird von Frau Lehmann und Frau Lübbe unterstützt und im Bezirkslehrerausschuss werden Frau Günther-Wünsch und Herr Schöneberg unsere Interessen vertreten. Herzlichen Glückwunsch zur Wahl und vielen Dank für Ihre Unterstützung.

Zum Schluss noch  einige Sätze zum gestrigen Orkan. Unser neues Dach wurde beschädigt, deshalb musste heute morgen der vordere Eingang gesperrt werden. Jetzt ist aber alles wieder in Ordnung. Nun muss nur noch der große Ast am Eingang entsorgt werden, dann sind die meisten Spuren beseitigt. In diesem Zusammenhang noch einmal die Information, dass wir kein Kind vor die Tür schicken, wenn eine Unwetterwarnung vorliegt oder heftiger Regen oder Sturm ein sicheres Nachhausegehen verhindert.

Für das kommende Wochenende wünsche ich Ihnen einen leckeren Tee oder Glühwein sowie einen großen Regenschirm.

Iris Pakulat

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1 Kommentar

    • E. Grohmann on 11. Oktober 2017 at 8:31
    • Antworten

    Hallo Frau Pakulat,
    dass seitens der Kinder so schlechte Resonanz bzgl. des Schulessens kommt, ist sehr schade.
    Ich kenne das Essen von Luna seit Jahren von meiner eigenen Arbeitsstelle und finde es im Vergleich zu anderen Anbietern wirklich gut! Es ist abwechslungsreich und Fisch und Fleisch wird nicht prinzipiell durch Panade unkenntlich gemacht. Mein Sohn besucht die 2. Klasse und sagt fast immer, es hat ihm gut geschmeckt. An dieser Stelle auch eine Lob an die geduldigen MitarbeiterInnen der Kantine, die so freundlich Kosteklexe verteilen und trotzdem oft in unzufriedene Gesichter schauen.
    Viele Grüße, E.Grohmann

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