Das Essen schmeckt gut

Das Essen schmeckt nicht. Diese Antwort höre ich meistens von den Kindern, die ich befrage, warum sie ihr Essen fast unberührt in den Kübel kippen oder gar nicht am Schulessen teilnehmen, obwohl sie einen Hort- oder Essenvertrag haben. Das Ergebniss sind drei! volle Kübel mit Essenresten.

In der letzen Woche habe ich mir mehrfach während der 2. Hofpause, in der die 5. und 6. Klassen essen gehen, die Situation vor Ort angeschaut. Wir haben 50 Kinder, die über einen Hortvertrag essen gehen können und 20 s.g.  Privatverträge. Am Montag saßen 36 Kinder in der Mensa, 12 Kinder holten sich nur etwas geschnittenes Obst und Gemüse und verließen sofort wieder die Mensa. Wo waren die fehlenden 22 Kinder? Sie spielten Fußball oder an den Spielgeräten. Am Dienstag konnte ich fast 50 Kinder in der Mensa zählen, am Donnerstag wieder nur 45 Kinder. Leider erzählen die Schüler sehr oft zuhause, dass das Essen nicht geschmeckt hat, obwohl sie es gar nicht gekostet haben oder gar nicht erst in der Mensa erschienen sind.

Die Lehrkräfte haben gestern in ihrer Dienstberatung sehr lange darüber gesprochen, wie wir die Situation ändern können. Viele Kollegen essen täglich mit und auch ich lasse mir sehr oft „Kostekleckse“ geben, wenn Kinder bestimmte Beilagen o.ä. in größeren Mengen wegwerfen. Wir möchten Ihnen sagen: DAS ESSEN SCHMECKT! Davon können Sie sich auch jederzeit selber überzeugen. Ich lade Sie ein, auch ohne Anmeldung in die Mensa zu kommen und das Essen zu verkosten. Mit den gewählten Elternvertretern werde ich am 20.09.2018 zur 1. GEV darüber sprechen, wie wir es schaffen können, dass Ihre Kinder am Schulessen teilnehmen. Mit leerem Magen lernt man nicht gut.

In der nächsten Woche finden die ersten Elternversammlungen in diesem Schuljahr statt. Ich hoffe, dass sich wieder viele Eltern für das Amt des Elternsprechers/der Elternsprecherin wählen lassen.

In meinem letzten Blog hat sich ein Fehlerteufel eingeschlichen. Selbstverständlich melden die Eltern ihre Kinder bis 9:00 Uhr krank und nicht die Kinder. Mein Hinweis auf den Schulplaner Seite 3 wird hoffentlich gleich für einen korrekten Duktus ausgereicht haben.

Termine: 11.09. und 13.09.2018 Elternabende. Am 11.09. übernehme ich den Leitungsdienst, am 13.09. wird Frau Wolf für evtl. Fragen anwesend sein.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Septemberwochenende.

Iris Pakulat

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5 Kommentare

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    • S.J. on 7. September 2018 at 16:46
    • Antworten

    Das Essen mag ok sein, allerdings ist die Zusammenstellung oft nicht sehr kinderfreundlich. In der vergangenen Woche gab es zum Beispiel Kohlrabi-Grünkerntopf, Kirchererbsenragout oder Grünkernbratling. Unser Sohn (2. Klasse) liebt viele Sorten an Gemüse und vegetarischem Essen, aber die angebotenen Dinge sind ihm oft fremd und würden auch uns als Eltern nicht ansprechen. Warum nicht einfach mal Blumenkohl, Brokkoli, Kohlrabi? Ich selber habe schon die Kaltverpflegung nach einem Ausflug gekostet – das vegetarische Schnitzel war extrem trocken und wanderte (leider) direkt in den Müll. Dann lieber gar kein Schnitzel ;)

    • M. R. on 10. September 2018 at 9:26
    • Antworten

    Unsere Tochter (5. Klasse) nimmt über einen Privatvertrag am Schulessen teil. Sie entscheidet sich im Vorfeld, an welchen Tagen sie essen möchte und an welchen Tagen nicht. In der vorigen Woche wollte sie am Montag und am Donnerstag nicht essen, weil ihr die angebotenen Menüs nicht zugesagt haben. Für diese Tage haben wir daher kein Essen bestellt. Damit ist Ihre Frage vielleicht beantwortet, wo die übrigen Kinder geblieben sind (wenn andere es mit der Essensbestellung auch so handhaben wie wir).

    • J.S. on 10. September 2018 at 17:02
    • Antworten

    Eine Idee wäre es, die Kinder gleich nach dem Essen abstimmen zu lassen, was ihnen geschmeckt hat und was nicht. Viele Stimmem, gutes Essen – wenig Stimmen, schlechtes Essen.
    Gerade beim Thema Essen sollte es eine Mitbestimmungen der Kinder geben!
    Vll entsteht ein Projekt zum Thema Ernährung usw :)

    • Fischer on 13. September 2018 at 11:43
    • Antworten

    S. F.
    Seit einigen Jahren schon gibt es in unserer Familie immer wieder das Thema Schulessen. Unsere Töchter waren aus der Kita schon Bio-/Vollwertkost gewohnt aber das Schulessen hat ihnen oft nicht geschmeckt. Auch ich als Erwachsener hätte so meine Probleme.
    Jetzt ist die große Tochter auf dem Gymnasium und sehr begeistert von dem Essen dort. Die Schule wird von Sodexo beliefert und die Kleine schaut immer voll Neid auf die Essenpläne.
    Die Idee, die Kinder zu befragen, halte ich für unbedingt notwendig. Wir Eltern können noch soviel bitten und betteln, dass das Essen nicht weggeworfen wird aber wenn es den Kindern nicht schmeckt und sie ohne richtiges Mittagessen aus der Pause gehen haben alle nichts gewonnen. Das Thema sollte unbedingt auf die Tagesordnung der GEV!

    • Daniela Pfau on 14. September 2018 at 13:01
    • Antworten

    Das Essen schmeckt – offensichtlich aber auch vielen Kindern nicht, volle Kübel sprechen leider für sich.
    Auch unsere Kinder sind/ waren nicht begeistert, gesunde Ernährung ist natürlich toll und es darf auch gerne mal Neues probiert werden.
    Ihnen ist/ war es aber oft zu trocken, der Reis zu hart, die Portionen normiert, scheinbar nicht sonderlich kindgerecht.
    An der Oberschule unserer Tochter wird frisch gekocht und es schmeckt ihr gut, sie dürfen sich ihre Teller selber füllen und aus verschiedenen Beilagen und Nachtischen selber wählen.
    Die Schulküche wurde auf durch Eltern und -Schulinitiative bei der Schulverwaltung erkämpfte Mittel zusammen mit dem Anbieter DLS entsprechend umgebaut und die Anzahl der am Essen teilnehmenden Schüler hat sich seither verdoppelt.
    Gut, dass es auffällt, und wünschenswert, dass mit der neuen Mensa vielleicht auch hier Verbesserungen stattfinden, so werden dann aus kleinen Mäkelfritzen vielleicht bekennende Feinschmecker.

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